Internationales Master- und Doktorierenden-Seminar „Rediscovering Hope?“ vom 2.-6. März 2026 am Ökumenischen Institut

Blended Intensive Programme im Rahmen der 4EU+ Kooperation mit den Universitäten Genf, Kopenhagen, Mailand und Prag

Anfang März fand am Ökumenischen Institut eine Seminarwoche mit MA- und Promotionsstudierenden von den Universitäten Genf, Kopenhagen, Mailand, Prag und Heidelberg zum Thema „Rediscovering Hope? Theological and Literary Contributions to European Self-identification“ statt. Aus unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Perspektiven heraus wurde das Thema beleuchtet und so in seiner Tiefe erschlossen. Philologische, historische, systematisch- sowie praktisch-theologische Untersuchungen ermöglichten die Entdeckung unterschiedlicher Kontexte, Praktiken und Orte, die Hoffnung angesichts von Krisen wecken oder begründen können. Ausgehend von beispielsweise den biblischen Büchern und griechischen Papyri, über Augustinus, Martin Luther, den Pietismus, Hannah Arendt, Maria Montessori bis zur gegenwärtigen Seelsorgepraxis präsentierten die Teilnehmer:innen ihre Forschungsprojekte und diskutierten lebhaft, wie Theologie und Literatur zur Herausbildung eines europäischen Selbstverständnis beitragen können, das von Hoffnung gekennzeichnet ist. Darüber gestaltet die Science Communication Coachin Dr. Nele Schneidereit einen Workshop zur Wissenschaftskommunikation, in dem die Studierenden gemeinsam eine Abendveranstaltung im Format eines World Cafés konzipierten. Gemeinsam mit Heidelberger Bürger:innen diskutierten die Studierenden darüber, welche Arten von Hoffnung es heute braucht. Das Seminar ermöglichte den Studierenden, die nicht nur aus verschiedenen Ländern kamen, sondern auch unterschiedliche konfessionelle Hintergründe mitbrachten, interkulturelle Begegnungen und trug auf diese Weise zur Stärkung eines europäischen Gemeinschaftsgefühls bei.

Blended Intensive Programmes (BIPs) sind ein Förderinstrument von Erasmus+, das es mindestens drei Hochschulen ermöglicht, länderübergreifende Lehr- und Lernveranstaltungen zu veranstalten, in denen neue und kreative Möglichkeiten internationaler Bildungszusammenarbeit erprobt werden. Im Rahmen der bereits gewachsenen Kooperationen innerhalb der 4EU+ University Alliance mit den Universitäten Prag, Kopenhagen, Mailand und Genf war dies das vierte gemeinsame Seminar, das nun erstmals als BIP gefördert wurde (Koordinierende Hochschule: Universität Heidelberg, Dr. Elisabeth Maikranz). Neben dem Seminar, das in Heidelberg stattfand, fand im Vorfeld ein online Mentoring-Programm statt, durch das die Teilnehmer:innen über ihre Heimatuniversitäten hinaus von den Perspektiven und Fachkenntnissen profitieren konnten. Das BIP förderte so nicht nur den inhaltlichen Austausch und ermöglichte Auslandserfahrung, sondern auch den Aufbau eines internationalen akademischen Netzwerks.

Impressionen von der Seminarwoche